“Corbusier - Wissenswertes”

1. Juni 2009

Willkommen

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 10:28

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14. Februar 2017

Das Jahrhundert des Le Corbusier

Abgelegt unter: Hinweise — admin @ 06:46

4. Dezember 2015

Asschnitt ARTE Doku - Nachbarschaftsgeschichten Paris/Berlin

Abgelegt unter: Hinweise — admin @ 07:39

Alle vier Teile dieser Dokumentation finden Sie hier!

5. März 2013

Ein Live-Rundblick vom Dach des Corbusierhauses….

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 11:46

Webcam Corbusierhaus

!!Bitte auf das Bild klicken!!

20. Mai 2011

,Der Architekt am Strand - Le Corbusier und das Geheimnis der Seeschnecke´

Abgelegt unter: Hinweise — admin @ 08:25

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19. Mai 2011

gefunden, gestaltet, 1931

Abgelegt unter: Hinweise — admin @ 09:37

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18. Januar 2011

Konkret - Sehen + Gebrauchen

Abgelegt unter: Hinweise — admin @ 18:40

konkret - sehen + gebrauchen

konkret - sehen + gebrauchen

“Ich freue mich sehr, zu einer neuen Ausstellung in den RAUM 9 Wohnung 158 einladen zu können!

Diesmal war der Ausgangspunkt eine Mappe von Grafiken, Lithografien der Konkreten Kunst, die mir in die Hände fiel. Mit der 20- teiligen Reihe von 1969/70 geht eine Geschichte einher, die ich besonders sinnig für unser Haus finde. Zusammen mit anderen Dingen zum Wohnen aus dieser Zeit schauen wir hier ins nächste Jahrzehnt nach dem Bau des Corbusierhauses. Was lässt sich in dieser Epoche finden für eine (fiktive) Musterwohnung?

Vielleicht habe ich Ihr, Dein und Euer Interesse geweckt…

Herzlichst
Petra Goldmann”

10. Juni 2010

Corbusierhaus RAUM 9 wohnung 158

Abgelegt unter: Hinweise — admin @ 21:02

Satellitenausstellung
DMY 2010 · International Design Festival Berlin · 9 - 13 June 2010

MUSTERWOHNUNG, 1: Objekte im sechsten Jahrzehnt

Berlin, Deutschland

Justus Kraenzle, Alexa Lixfeld, Martin Schmid, Maria Volokhova, Jenny Wieland, Ingo Wuntke – Harry Bertoia, Heinrich Löffelhardt, Peter Raacke

Halbes Jahrhundert alt und halbes Jahr neu – hier begegnen sich Möbel und anderer Wohnbedarf verschiedener Generationen, stehen sich gegenüber oder verbinden sich miteinander. Persönliche Objekte mit Geschichte und aktuell käufliche Versionen. Erfindungen, Entwicklungen, Gestaltungen, mit Potential für eine von vielen möglichen Musterwohnungen heutiger Zukunft.

Corbusierhaus · Flatowallee 16, Berlin www.corbusierhaus.org
Fri + Sat 11.06 - 20.06.2010 / 15:00 - 18:00 Sun 11:00 - 18:00
Extratermine sind möglich, anrufen: 30819199 oder 0170 9619333

11. Juli 2009

ARCHITEKTUR: Sehen heißt verstehen

Abgelegt unter: Über Corbusier — admin @ 11:31

Im Berliner Martin-Gropius-Bau wird Le Corbusier als Multitalent gefeiert
BERLIN - Was neue Architektur ist? Stützen statt Massivmauerwerk, Terrassen-Dach, offener Grundriss, Fensterbänder, frei gestaltete Fassade. Le Corbusier hat dieses Fünf-Punkte-Programm formuliert. In den 1920er Jahren!

Für sich genommen gab es das alles schon vorher: die Skelettbauweise bei den Brüdern Perret, den Dachgarten bei Tony Garnier, den offenen Grundriss bei Frank Lloyd Wright, das Langfenster bei den De Stijl-Leuten, die glatte Wand bei Adolf Loos. Doch Charles-Édouard Jeanneret, der unter dem Pseudonym Le Corbusier das 20. Jahrhundert baulich rundumrevolutionieren sollte, machte aus diesen Elementen mehr als deren Summe.

Denn jedes einzelne dachte er neu – als „Organ“ einer Maschine, die er wiederum als eine funktionelle Einheit betrachtete. Ob 1931 mit der Villa Savoie in Poissy oder 1927 mit dem Haus am Stuttgarter Weißenhof, ob 1953 mit der Wallfahrtskirche Notre-Dame-du-Haut in Ronchamp oder 1958 mit der Hochhausscheibe in Berlin, immer ging es ihm um eine vom Boden unabhängige Hülle, in deren Inneren sich freie Organe befinden, die lediglich den Anforderungen der Organisation zu entsprechen hatten. Dass Le Corbusier einen Bau nicht mehr als Komposition, sondern als Maschine definierte, war ein radikaler Bruch mit allem Gewohnten. Um es unmissverständlich zu sagen: Ohne die realisierten oder Wolkenkuckucksheim gebliebenen Ideen dieses Schweizers hätte das Bauhaus auf tönernen Füßen balancieren müssen.

Le Corbusier beschwor die Zukunft durch die Polemik gegen das Bestehende. Wie er das tat, wie er als ein Mann der Belle Epoque zum Abenteurer des Esprit Nouveau wurde, ist nun in einer Retrospektive im Berliner Martin-Gropius-Bau zu studieren, die das Vitra-Design-Museum in Weil am Rhein kuratiert und in drei Kapitel gegliedert hat, die einen chronologischen Überblick ermöglichen, zugleich aber deutlich machen, dass der Architekt Le Corbusier nicht ohne den Maler, Plastiker und Designer Le Corbusier zu haben ist.

Unter dem Titel „Contexts“ wird zunächst das unbekannte Frühwerk bekannt gemacht. Bevor er 1917 nach Paris übersiedelte, hatte er nämlich schon eine lokale Architektenkarriere in seinem Heimatort La Chaux-de-Fonds hinter sich. Außerdem Studienaufenthalte in Italien, Wien und Berlin, wo er 1910 in Peter Behrens’ Büro assistierte, in Neubabelsberg wohnte und Sanssouci aquarellierte.

In der Abteilung „Privacy und Publicity“ wird dann das Lebensthema Le Corbusiers durchdekliniert. Alles Bauen musste für ihn der Tatsache Rechnung tragen, dass im technischen Zeitalter das Private ins Öffentliche driftet und umgekehrt. Das erklärt seine stadtplanerische Megalomanie, die 1922 mit der „Ville Contemporaine“ Entwurf wurde. In der „zeitgenössischen Stadt“ sollten Industrie-, Verwaltungs-, Kultur-, Wohn-, Einkaufs- und Restaurantquartiere auseinandersortiert, sollte alles verkehrsgerecht, kurz: zweckmäßig und wirtschaftlich sein. Womit er der Standardisierung das Wort redete: An der Platte ist er also nicht unschuldig. Elegantere Lösungen fielen ihm für seine Typenmöbel ein.

Nach 1945 verabschiedete er sich wieder von der Norm. Die skulpturale Kirche in Ronchamp oder die Regierungsbauten im indischen Chandigarh sind wirklich „Built Art“, gebaute Kunst. Der 1958 für Brüsseler Weltausstellung errichtete Philipps-Zeltpavillon ist sogar (früheste!) Multimediakunst.

Le Corbusier unterschied zwischen „schauen“ und „sehen“. Schauen war für ihn sammeln, sehen verstehen. Im Martin-Gropius-Bau ist viel zu sehen.

„Le Corbusier – Kunst und Architektur“: Martin-Gropius-Bau, Niederkirchnerstarße 7, Berlin-Kreuzberg. Mo-so 10-20 Uhr. Bis 5. Oktober. (Von Frank Kallensee)

15. Juni 2009

Le Corbusier - Kunst und Architektur

Abgelegt unter: Hinweise — admin @ 17:43

09.07.09 - 05.10.09

Martin Gropius Bau
Niederkirchnerstraße 7
(Nähe Potsdamer Platz)
10963 Berlin

Le Corbusier - Kunst und Architektur
Kuratoren: Mateo Kries, Stanislaus von Moos, Arthur Rüegg

Pressetext:

Der Martin-Gropius-Bau präsentiert in Berlin die erste umfassende Ausstellung seit 1987 über das vielfältige Werk des Schweizer Architekten Le Corbusier (1887- 1965). Gezeigt wird auch der Deutschland- und Berlin-Bezug des Architekten, insgesamt sind ca. 380 Exponate im Martin-Gropius-Bau zu sehen.

Die Ausstellung „Le Corbusier – Kunst und Architektur“ zeigt sein 60 Jahre umfassendes Werk in einem chronologischen Überblick und greift zugleich durch die Gliederung in drei relativ unabhängige Bereiche „Contexts“, „Privacy and Publicity“ sowie „Built Art“, Leitthemen heraus, die für das Verständnis von Le Corbusiers Werk wichtige Ansätze liefern. Dazu zählen sein Interesse am Mediterranen und dem Orient, an organischen Formen in den 1930er Jahren, aber auch seine Faszination für neue Technologien und Medien. In der Zusammenschau dieser Aspekte verdeutlicht sich Le Corbusiers Schlüsselidee der „Synthese der Künste“, welche sich im Zusammenspiel von Architektur, Städtebau, Malerei, Design, Film und anderen Disziplinen manifestiert. Unter Einbeziehung aktueller Forschungsergebnisse und kritischer Ansätze, zeigt die Ausstellung einen ausdrücklich zeitgenössischen Blick auf Le Corbusier. Gleichzeitig dient sie aber auch der Einführung in das Werk des Architekten.

Kern der Ausstellung bildet eine Vielzahl von Exponaten aus der Fondation Le Corbusier in Paris, darunter Originalgemälde, Skulpturen, zahlreiche Originalmöbel, Originalzeichnungen und -pläne, Erstausgaben von Le Corbusiers Büchern sowie viele Kleinobjekte aus der privaten Sammlung des Architekten, die ihm als Inspiration, Vorlage und Demonstrationsobjekte dienten. Le Corbusiers wichtigste Bauten werden sowohl mit Original- als auch mit eigens neu gefertigten Architekturmodellen veranschaulicht, während mehrere Installationen auf Grundlage historischer Interieurs seine Raumkonzeptionen erlebbar machen.

Zu den beeindruckendsten Exponaten zählen ein monumentales Wandbild aus Le Corbusiers eigenem Büro in der Pariser Rue de Sèvres (1948) sowie ein begehbares Modell des Philips-Pavillons (1958), das die Nähe dieses Projekts zur heutigen computergenerierten Architektur zeigt. Das von Le Corbusier in Arcachon und Rio de Janeiro selbst gedrehte Filmmaterial und die Rekonstruktion des historischen Modells des „Plan Voisin“ (1925), dem radikalen utopischen Masterplan für Paris, zählen zu den Höhepunkten der Schau.

Dass Le Corbusier stets in engem Dialog mit künstlerischen Zeitgenossen arbeitete, zeigen ergänzende Exponate wie Originalmöbel von Charlotte Perriand und Jean Prouvé sowie Gemälde von Fernand Léger und André Bauchant.

Le Corbusier und Berlin

Für die Präsentation in Berlin wird die Ausstellung “Le Corbusier – Kunst und Architektur” um Exponate wie Originalpläne, Skizzen, Bücher und Filme ergänzt, die sich mit dem Verhältnis Le Corbusiers zu Deutschland, insbesondere Berlin, befassen. Diese Verbindung wird in drei Etappen betrachtet: Am Anfang steht Le Corbusiers langer Deutschland-Aufenthalt 1910/11. 1910 erhielt Le Corbusier ein Stipendium, um die deutsche Kunstgewerbebewegung um den Werkbund zu studieren. Von April 1910 bis April 1911 hielt er sich fast ununterbrochen in Deutschland auf, arbeitete 6 Monate bei Peter Behrens und traf mit vielen wichtigen Vertretern des Deutschen Werkbundes zusammen. Die zweite Phase stellt Le Corbusiers Austausch mit den Bewegungen des Bauhauses und des Werkbundes in den 1920er Jahren dar, wie auch seine Teilnahme an der großen Bauhaus-Ausstellung 1923 in Weimar. 1927 realisierte Le Corbusier für die Werkbund-Ausstellung auf dem Stuttgarter Weißenhof seine ersten beiden Gebäude in Deutschland. Schließlich wird Le Corbusiers Wirken im Berlin der Nachkriegszeit in der Ausstellung gezeigt, u. a. die im Rahmen der Internationalen Bauausstellung in Berlin 1957 entstandene Unité d”Habitation (Wohneinheit) in der Nähe des Berliner Olympiastadions sowie sein Beitrag zum Internationalen städtebaulichen Ideenwettbewerb für Berlin 1957/58.

Kuratoren sind Mateo Kries, stellvertretender Direktor des Vitra Design Museums, sowie die renommierten Le Corbusier-Experten Stanislaus von Moos und Arthur Rüegg.

Katalog
Als Begleitband zur Ausstellung „Le Corbusier – Kunst und Architektur“ erscheint der Katalog „Le Corbusier – The Art of Architecture“.
Ausführliche Essays von einigen der bekanntesten Le Corbusier-Experten widmen sich bestimmten Schwerpunkten in dessen Schaffen, wie der Beziehung von Skulptur und Architektur, seinen Interieurs, seiner Faszination für die Medien oder seiner lebenslangen Begeisterung für den Orient. „Le Corbusier – The Art of Architecture“ umfasst Beiträge von Stanislaus von Moos, Arthur Rüegg, Beatriz Colomina, Jean- Louis Cohen, Niklas Maak, Juan José Lahuerta und Mateo Kries.
Hardcover, 22 x 31 cm, 398 Seiten
500 Abb., davon 233 Abb. farbig, 267 Duplex
ISBN 978-3-931936-71-6 (Deutsche Ausgabe)
ISBN 978-3-931936-72-3 (Englische Ausgabe)

Eigens zur Präsentation der Ausstellung in Berlin erscheint eine weitere Publikation, und zwar eine kommentierte Neuauflage des ersten jemals veröffentlichten Buchs von Le Corbusier: der 1912 publizierten “Studie über die Deutsche Kunstgewerbebewegung”. Aus Anlass der Ausstellung in Berlin wird dieses Buch erstmals in deutscher Fassung veröffentlicht. In einem ausführlichen Textkommentar von Ausstellungskurator Mateo Kries wird darin auch das vielschichtige Verhältnis von Le Corbusier zu Deutschland und zu Berlin erläutert.
Mateo Kries (Hrsg.): „Le Corbusier – Studie über die Deutsche Kunstgewerbebewegung“,
2008, Verlag Vitra Design Museum
Gebundene Ausgabe, 20 x 17 cm, 224 Seiten
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3931936280

Veranstalter: Berliner Festspiele. Eine Ausstellung des Vitra Design Museum, Weil am Rhein in Zusammenarbeit mit dem RIBA (Royal Institute of British Architects), London und NAI (Nederlands Architectuur Institut), Rotterdam. Die Ausstellung wird gefördert durch Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung und der Schweizerischen Botschaft, Berlin.

3. Juni 2009

Im Corbusierhaus, für Kinder…

Abgelegt unter: Hinweise — admin @ 05:49

Die siebte Edition des DMY International Design Festivals Berlin ‚Same same, but different‘
lädt Designer, Fachpublikum und Interessierte ein. In zwei großen Ausstellungen, diversen
Satelliten-Schauen und offenen Studios werden Arbeiten international etablierter Designer
sowie Prototypen und experimentelle Editionen aufstrebender Designer vorgestellt.
Das Modul DMY Extended bietet verschiedene thematische Sonderausstellungen im gesamten
Stadtgebiet. Neben Studios, Galerien, Museen und Hochschulen ist das Corbusierhaus in diesem
Jahr mit dabei. Anlaß für unser Thema sind viele neue Kinder im Haus und auf dem Grundstück.
Im Corbusierhaus, für Kinder…
zeigen mehrere Designer, deren Arbeiten teils auch zum Jubiläum im letzten Jahr eingeladen
waren, was sie mit Kindern und für sie erdacht und gestaltet haben. Puppen aus Sri Lanka
korrespondieren mit Zeichnungen aus dem Kindergarten am Haus. Verschiedene Möbel in
kleinem Format entspringen Erfahrungen im Umgang und mit den Vorlieben von Kindern.
Alexander Augsten www.alexanderaugsten.de
Alexa Lixfeld www.alexalixfeld.com
Oliver Schübbe, Recyclingbörse Herford www.recyclingboerse.org
Katrin Sonnleitner www.katrin-sonnleitner.com
Ingo Wuntke www.stilgut-berlin.de
Ort: Wohnung 121
Zeit: Do+Fr 15-19 Uhr, Sa+So 11-13 und 15-19 Uhr, Empfang: Do, 4. Juni, 18 Uhr
www.dmy-berlin.com
http://dmy-berlin.com/festival/2009/extended/petra-goldmann-kuratorin

Le Corbusiers Wohneinheit “Typ Berlin”

Abgelegt unter: Hinweise — admin @ 05:32

Le Corbusiers Wohneinheit “Typ Berlin”

Im Jahre 1953 beschloss der Senat von Berlin, eine Internationale Bauausstellung - kurz “InterBau” genannt - im kriegszerstörten Hansaviertel zu veranstalten, um der Wohnungsnot der Nachkriegszeit mit neuzeitlichen Bauten internationaler Architekten zu begegnen.
Die internationalen Architekten, u.a. der Brasilianer Oscar Niemeyer, der Däne Arne Jakobsen, der Finne Alvar Aalto, der Franzose Pierre Vago, sowie Walter Gropius, der 1934 ins Exil ging, sollten an die die Bautradition der 20er Jahre, die durch den Nationalsozialismus unterbrochen worden war, anknüpfen und die zeitgenössischen - westlichen - architektonischen Strömungen in die durch ihre Insellage isolierte Stadthälfte holen.

Nachdem der Schweizer Architekt Corbusier nach herausragenden Villenbauten in den 20er Jahren und umfassenden Studien zum Städtebau, die u.a. in der Charta von Athen mündeten, in Marseille (1947-1952) und in Nantes-Rezé (1953-1955) zwei Unités d”habitation (Wohneinheiten) errichten konnte und damit einen revolutionären Beitrag zum Wohnungsbau der Nachkriegszeit abgeliefert hatte, war seine Mitarbeit bei der “InterBau” fast obligatorisch.

Da die Unité d”habitation allein durch ihre Größe den Maßstab des Hansaviertels gesprengt hätten, wurden Corbusier vom Senat mehrere Standorte in der Stadt zur Auswahl angeboten. Er entschied sich für einen den Berliner Forsten gehörenden Bauplatz auf dem “olympischen Hügel” am Rande des Grunewaldes in einer Villengegend.

Hier erhebt sich nun auf einem wellenförmig modellierten Plateau, umgeben von einer dichten waldartigen Bepflanzung das Wohnhochhaus mit einer Länge von 141,20 Meter, einer Breite von 22,96 Meter und einer Höhe von 52,94 Meter in Nord-Süd-Ausrichtung, so dass sämtliche Wohnungen entweder nach Süden, Osten oder Westen ausgerichtet sind.

Insgesamt verfügt das Haus über 530 Wohnungen:

173 - 1 - Zimmerwohnungen mit ca. 34 qm Wohnfläche
267 - 2 – Zimmerwohnungen mit ca. 66 qm Wohnfläche
85 - 3 – Zimmerwohnungen mit ca. 106 qm Wohnfläche
4 - 4 – Zimmerwohnungen mit ca. 145 qm Wohnfläche
1 - 5 - Zimmerwohnungen mit ca. 170 qm Wohnfläche

Mit Ausnahme der 1-Zimmerwohnungen erstrecken sich alle Wohnungen über zwei Geschosse, die 3- und 4-Zimmerwohnungen reichen dabei von der Ost- bis zur Westseite. Die Wohnungen werden über 10 ca. 130 Meter langen Innenstrassen (rues intérieures) erschlossen. Die Innenstrassen sind über eine Aufzugsgruppe mit dem Foyer verbunden, das den Bewohnern als Eingangshalle und Treffpunkt dient.

Zur Versorgung der Bewohner wurde ein größeres Ladengeschäft zwischen den Stützen des Erdgeschosses gestellt. Dank eines rationellen Bauablaufes und der Verwendung von vor Ort in einer Feldfabrik hergestellten Betonfertigteilen wurde das Wohnhochhaus in einer Bauzeit von nur 18 Monaten errichtet.

Während der Planungs- und Bauphase wurden auf Wunsch des Bauherrn Änderungen an den ursprünglichen Plänen Corbusiers vorgenommen.
Die seinerzeit geltenden Bestimmungen des sozialen Wohnungsbaus liessen u.a. Gemeinschaftseinrichtungen auf dem Dach, eine Ladenzone in der 4. Innenstrasse und die Anwendung der von Corbusier entwickelten Maßeinheit, dem Modulor, nicht zu.

1979 wurden die Mietwohnungen in Eigentumswohnungen umgewandelt. Die Eigentümergemeinschaft ist seitdem bestrebt,
das Erbe Corbusiers zu erhalten und wo nötig auch wieder herzustellen.

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1. Juni 2009

Unité d””” habitation Berlin - Le Corbusier

Abgelegt unter: Über Corbusier — admin @ 17:13

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Le Corbusiers Werk in Chandigarh soll fertig gestellt werden

Abgelegt unter: Hinweise — admin @ 17:07

In der indischen Stadt Chandigarh, die zugleich die Hauptstadt der Bundesstaaten Punjab im Westen und Haryana im Osten ist, sollen posthum fünf Entwürfe von Le Corbusier gebaut werden.

Als 1947 Indien und Pakistan selbständig wurden, wurde nicht nur eine neue Grenzziehung zwischen beiden Ländern nötig, sondern auch der Bau einer neuen Provinzhauptstadt. Denn Lahore, die Hauptstadt im Nordwesten Indiens, fiel an Pakistan, worauf Indien für den Punjab die Errichtung eines neuen Regierungssitzes am Fuße des Himalayas beschloss. Auf Wunsch von Ministerpräsident Nehru wurde Le Corbusier mit der Planung der Neustadt beauftragt. Inder nennen Chandigarh „City Beautiful“ (Die Schöne Stadt).

Chandigarh ist in Wohn-, Handels- und Arbeits-Sektoren aufgeteilt. Die großen Distanzen lassen sich nur mit Auto, Rikscha oder Tuc-Tuc bewältigen. Die Wohnbauten wurden meist von Pierre Jeanneret und Le Corbusiers Schülern geplant, die monumentalen Regierungsbauten strammen von Le Corbusier selbst. Die Sichtbetonbauten liegen im Sektor 1, dem „Kopf der Stadt“. Ursprünglich hatte Le Corbusier drei Regierungsbauten geplant: Justizpalast, Parlament und Gouverneurspalast. Letzterer wurde jedoch nicht realisiert. Neben dem künstlichen Plateau, auf dem die Regierungsbauten stehen, findet sich ein 250 Meter langes Sekretariatsgebäude.

Nun sollen alle nie realisierten Projekte von Le Corbusier in Chandigarh ergänzt werden, speziell „eine Reihe von Zeichen und Symbolen, die Corbusiers Philosophie und Planung illustrieren“: Im Zentrum des Kapitols auf einer großen Plaza, neben dem Parlament und dem Gericht sollen sie gebaut werden und zusammen mit der Landschaftsgestaltung das Ensemble komplettieren.

Um folgende fünf Bauten geht es:
o „Solar Hours“ ist ein Monument aus einem geometrischen Hügel mit einem von Le Corbusier entworfenen „Diagramm der täglichen Balance von Licht und Dunkelheit“ auf einer Seite. Nur der Hügel wurde damals bereits angelegt.
o Der Weg der Sonne zwischen zwei Sonnenwenden: Neben dem Turm der Schatten soll das Monument stehen.
o Ein Modulor auf der Capitol Plaza
o Das Märtyrer-Monument, das an die Teilung des Punjabs erinnert: Eine quadratische Umschließung mit einer Rampe auf einer Seite, auf der entlang man zu einer umgebenden Wand steigen kann. Zu den Skulpturen gehören eine Sonde, ein Löwe und eine Schlange zwischen Ruinen. Nur die Struktur wurde gebaut ohne Skulpturen
o Das „Museum des Wissens” für Entscheidungsträger und Politiker, das größte der fünf Projekte

Die “Strahlende Stadt”

Abgelegt unter: Über Corbusier — admin @ 15:44

Es war einmal ein schweizer Architekt namens Charles-Edouard Jeanneret-Gris, genannt Le Corbusier, der hatte eine Version von der perfekten Stadt. Sie sollte aus einer riesigen Parklandschaft bestehen, in der einzelne Wohneinheiten auf Stelzen standen. Jede Wohneinheit stellte er sich autark vor; mit Geschäften, Ärzten, Schulen und Kultur- und Sportangeboten für die Bewohner. Die Idee kam Le Corbusier bereits 1925, aber er konnte niemanden von seiner Stadt überzeugen. Später dann, als der Zweite Weltkrieg zu Ende und die Städte zerstört waren, fand der Architekt unter anderem in Marseille sein Glück. Seit 1952 steht dort eine Wohneinheit seiner Cité radieuse, der strahlenden Stadt.
1
1500 Menschen haben hier Platz. Die Wohnungen sind alle nach demselben Muster konstruiert. Einziger Unterschied: Manche haben etwas mehr Platz für Kinderzimmer, andere etwas weniger. Le Corbusier beschäftigte sich vor allem mit den Themen Schiff, Sonne und Meer. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass das Gebäude an sich einem Schiff ähnlich sieht. Oben auf dem Dach, wo auch die Ecole maternelle angesiedelt ist, ragen zwei Betonschornsteine in die Luft.
2
Vorhergesagter Regen und allgemeine Neugier trieben uns am Sonntag erneut nach Marseille, um uns den einen Teil der perfekten Stadt anzusehen. Niko, der Städtebauer, führte uns durch das Betonschiff und erzählte uns von Le Corbusiers Vision. Als wir schon auf den Rückweg machen wollten, trafen wir im Aufzug ein äußerst nettes Ehepaar, das uns eine Führung durch eine der Wohnungen anbot. Ich muss sagen: Das hätte ich nicht erwartet. So klotzig der Beton wirkt und so düster es in den Fluren ist, (Le Corbusier nannte sie Straßen und installierte deshalb nur indirektes Licht, weil man sich dort nicht aufhalten soll. Die Straßen sind allein dazu da, Wege zurückzulegen. Versammeln kann man sich in den Wohnungen oder den Gemeinschaftsräumen.) so hell und offen sind die Wohnungen hinter den massiven Türen.
3
Eine vier Quadratmeter große Küche liegt direkt links neben der Eingangstür. Sie ist offen zum Wohnzimmerbereich. Le Corbusiers innovative Idee: Die Frau muss sich nicht viel bewegen und ist während ihrer Arbeit nicht abgeschnitten von der Familie. Vom Wohnzimmer mit Balkon führt eine Treppe hoch ins zweite Geschoss. Hier gibt es ein Schlafzimmer, ein Badezimmer, sowie zwei identische Kinderzimmer mit Waschbecken und Dusche.

Der Wohnraum ist maximal ausgefüllt. Außer Tisch, Betten und einer Couch braucht man keine Möbelstücke. Nischen in den Wänden und Einbauschränke bieten genug Platz für alle Dinge. Das war für die Menschen, die nach dem Krieg nichts mehr hatten, natürlich ein großer Vorteil. Der Nachteil: Man kann an der Wohnung, außer mit Farbe, nicht viel verändern. Ein zentrales Heizsystem stellt in der gesamten Wohneinheit eine konstante Temperatur von 18 Grad sicher. Die Idee dabei: Die Module sollten auf der ganzen Welt aufgestellt werden können.
4
Das Ehepaar, das uns die Wohnung zeigte, wohnt seit 30 Jahren in der Unité d””””””””habitation. Sie fühlen sich wohl dort und haben, wie von Le Corbusier gedacht, in ihren Nachbarn viele Freunde gefunden. An schönen Tagen trifft man sich auf der Dachterasse, die Kinder gehen zum hauseigenen Kindergarten, bald soll es wieder einen Supermarkt im Haus geben und das Fitnessstudio ist zwar nicht mehr, wie ursprünglich gedacht, kostenlos, aber für Hausbewohner um einiges günstiger.
5
Klingt nach einer perfekten Stadt. Begeistert waren dagegen lang nicht alle Einwohner von Marseille. Den Betonklotz nannte man Hühnerkäfig und man hatte Angst vor Geisteskrankheiten, die laut Ärzten auftraten, wenn so viele Menschen auf engstem Raum wie diesem zusammenleben würden. Für uns war es trotzdem hochinteressant, uns einen Teil der Vision anzuschauen. Wohneinheiten von Le Corbusier stehen übrigens auf der ganzen Welt verteilt, unter anderem in Berlin, Tokio oder Rio de Janeiro.

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Le Corbusier

Abgelegt unter: Über Corbusier — admin @ 15:01

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Le Corbusier (1887-1965) wurde als Charles-Edouard Jeanneret in La-Chaux-de-Fonds in der französischen Schweiz geboren. Sein Werk zeichnet sich vor allem durch einen grossen Einfallsreichtum und eine schöpferische Begabung aus, die sich neben der Architektur auch in abstrakter Malerei und Skulpturen äussert.

Bauen
Der Marseiller Wohnblock (Unité d””Habitation) ist die Zusammenfassung und Verdeutlichung der Theorien Le Corbusiers über Städteplanung und Wohnen überhaupt und überdies eines der wichtigsten soziologischen und architektonischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts. Vom baulichen Standpunkt folgt der Wohnblock in Marseille den theoretischen Grundsätzen der konstruktiven Logik Le Corbusiers. Der Wohnblock hat ein Stahlbetonskelett und ruht auf mächtigen Stützen, die den Erdboden frei lassen. Auf die Unité d””Habitation in Marseille geht auch die Stilbezeichnung “Brutalismus” zurück.

Möbel
Sobald der ambitionierte Architekt sein erstes Chalethonorar einstreicht, kauft er sich eine Corbusier- Liege. Reicht der Platz in der momentanen Dreizimmerwohnung nicht aus, interessiert er sich für einen Sessel oder den Tisch. Die Meisterwerke signalisieren ultimativ: Die Besitzerin, der Besitzer legt grossen Wert auf hochwertiges Design.

Malen
Kaufen Sie das hier: Le Corbusier war eben auch Maler/Zeichner, usw. Er pinselte sogar dort, wo es gar nicht erwünscht war: Die Wände im Haus von Berufskollegin Eileen Gray in Roquebrune an der südfranzösischen Küste verzierte er mit bunten Bildern erotischen Inhalts. Die Irin war so entsetzt über die Pinseleien, dass sie das Haus nie mehr betrat.

Farben
Le Corbusier beschäftigte sich neben der Architektur auch mit Innendesign, insbesondere mit Farbgestaltung von Räumen. Für ihn war die Farbgebung eines Gebäudes ebenso wichtig wie Grundriss und Form. In den 1920er Jahren experimentierte le Corbusier mit Farben und der architektonischen Wirkung. Basis seiner Farblehre waren 80 Farbpigmente, aus denen er 63 harmonische Farbtöne entwickelte. Die 63 Farbtöne kategorisierte er in 14 harmonische Farbreihen. Als Vorbild für seine Farbenlehre diente le Corbusier die Natur.
Familie der Ama bestätigt: Die Farben sind sauteuer, aber auch extrem intensiv.

Modulor
Le Corbusier, der einerseits die Wissenschaft, die Mathematik und den Ingenieursgeist verherrlichte, hatte doch andererseits auch etwas von einem ””””Wilden””””der mythisch dachte und dessen Vorgehen dem eines Bastlers glich. Am deutlichsten wird dies an seiner Erfindung des “Modulor””””, einer Maßeinheit, mit der er die abstrakte Harmonie des Goldenen Schnitts gleichzeitig auf den menschlichen Körper und auf die Architektur zu projizieren suchte. Gut, das verstehe ich jetzt auch nicht grad alles.

Ach, und:
Le Corbusier nannte sich häufig Le Corbu, der Rabe, speziell in Zeiten, in denen er starken Widerstand und harte Kritik erfuhr, um möglicherweise darauf hinzuweisen, dass er mehr ein Ziel denn ein Schütze war; aber als Rabe symbolisiert der Name auch die Freiheit zum Fliegen - die Freiheit seiner Ideen. Manchmal unterschrieb er seine Briefe oder Bilder mit der Zeichnung eines Raben.

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